Ausgrabungen am Petriplatz
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Holzfässer aus abgebranntem Keller
Wie hießen die alten Berliner?

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Im letzten Jahr haben wir aus den alten Bürgerbüchern von Cölln insgesamt 76 Aufzeichnungen zum damaligen Wetter veröffentlicht. Die Wettereinträge in den Bürgerbüchern wurden nur sehr unregelmäßig verfasst, meist nur dann, wenn das Wetter zu kleinen bis großen Katastrophen geführt hat. Manchmal wurde es aber auch nur bei der Beschreibung eines besonderen Anlasses nebenher erwähnt. Sehr häufig begegnen uns Wunderzeichen, die uns auch zu der kleinen Comicreihe, erdacht und gezeichnet von Lucas Kranich Cartoons, inspiriert hat. Leider gab es keine Einträge zu besonders schönem Wetter, so dass wir hier eigentlich nur von Unwetter und Stürmen berichten konnten. Insgesamt gab es 33 erwähnenswerte Stürme von den 12 allein aufgrund von Blitzeinschlägen dokumentiert wurden. Seht im Folgenden eine kleine Statistik und ein paar Erörterungen zu den Wunderzeichen.
Kreisdiagram zu der Verteilung der Wetteraufzeichnungen aus den Cöllner Bürgerbüchern
Kreisdiagram zu der Verteilung der Wetteraufzeichnungen aus den Cöllner Bürgerbüchern
Zodiakallicht(Quelle: Ule (1883): Die Wunderwelt der Sterne, zweites Buch)
Das Zodiakallicht (Tierkreiszeichenlicht) ist eine Leuchterscheinung entlang der Planetenbahnen, hervorgerufen durch Staubteilchen die sich auf diesen Bahnen befinden. Diese Erscheinung tritt vor allem im Herbst und Frühjahr auf. Sie ist sehr leuchtschwach und deswegen nur in großer Dunkelheit zu sehen. Da es im Mittelalter bzw. auch später nur wenige Lichtquellen gab, ist anzunehmen, dass auch solche schwachen Lichterscheinungen gesehen wurden und als Strahlen am Himmel in die Chroniken eingingen.
(links) Bildquelle: Hermann Koberger, (rechts) Wettereintrag zum 10.09.1580: "Den 10. Septembris ist zu nacht ein uberaus schrecklich wunderzeichen, feuerrot, weiß und schwarz durch einander schneidende in gestalt eines grossen gezelts, am himmel die ganze nacht durch gesehen worden."
 (Quelle: Ule (1883): Die Wunderwelt der Sterne, zweites Buch)(Quelle: Ule (1883): Die Wunderwelt der Sterne, zweites Buch)

 

 

Bestimmte Wetterbedingungen lassen Nebensonnen und sogar Nebenmonde erscheinen. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Regenbogen. Vor allem an einem Punkt auf gleicher Höhe zum Himmelskörper leuchtet es besonders stark. Dies erscheint als Nebensonne oder –mond. In diesem Radius können sogar Bögen um die Sonne oder den Mond entstehen. Ein weiteres interessantes Phänomen des Sonnenkörpers ist die „Sonnensäule“. Dieses oberhalb oder unterhalb der Sonne auftretende Lichtbündel ist vermutlich Ursache der zwei bis drei gesichteten Sonnen.

 

(links) Bildquelle: Wikicommons, (rechts) Wettereintrag zu 07.05.1580: "Den 7. Maji in der luft wunderzeichen mit feuerstralen gewesen."

 

 Komet(Quelle: Ule (1883): Die Wunderwelt der Sterne, zweites Buch)

 

Kometen erzeugen bei ihrer Umrundung der Sonne sehr helle Lichtschweife und tauchen sehr unregelmäßig auf.

 

(links) Wettereintrag zu 28.02.1593: "Den 28. Uber Mollerknapen hause ein wunderzeichen gesehen, in derselben nacht sie gebacken, von…scheffeln teig im offen vordorben, so schwarz… wie die erde geworden." (rechts) Bildquelle: Wikicommons

 

SternschnuppenQuelle: Ule (1883): Die Wunderwelt der Sterne, zweites Buch)

 

Sternschnuppen können zu bestimmten Zeiten und bestimmten Bedingungen auch massenhaft auftreten und einen regelrechten Regen bilden. Einzelne Sternschnuppen können zudem sehr hell werden, farbig sein, Geräusche erzeugen und explodieren.

(links) Bildquelle: NASA, (rechts) Wettereintrag zu 14.11.1574: "Den 14. und 15. novembris ist ein erschrecklich zeichen mit großen feurigen schiessenden stralen kegeneinander grausamlichen fechtende am himmel die ganze nacht durch gesehen worden."

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